Hühner sind Allesfresser. Sie picken Körner, zupfen Gras, scharren nach Würmern und Insekten. Im eigenen Garten findet ein Huhn davon aber selten genug, um rundum versorgt zu sein. Die Grundlage ist deshalb ein gutes Hauptfutter, ergänzt durch Grünfutter, Grit und immer frisches Wasser.
Die vier Bausteine der Hühnerfütterung
1. Hauptfutter
Das Hauptfutter liefert Energie, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Am einfachsten ist ein Alleinfutter, denn es enthält alles in einem abgestimmten Verhältnis. Unser Landei Oregano & Thymian und unser Landei Knoblauch & Zimt sind solche Alleinfutter – auf Basis von Dinkel, Erbsen und Gerste, mit Hanfpresskuchen als Eiweißquelle und Calcium für die Eierschale.
2. Grünfutter und Auslauf
Gras, Kräuter, Löwenzahn und Gemüse aus dem Garten bringen Abwechslung und Beschäftigung. Im Auslauf suchen sich Hühner einen Teil davon selbst. Im Winter oder im festen Auslauf kannst du mit getrockneten Kräutern ergänzen, zum Beispiel mit Brennnessel für Hühner oder Löwenzahn für Hühner.
3. Grit und Kalk
Hühner haben keine Zähne. Im Muskelmagen zerreiben kleine Steinchen das Futter. Für die Eierschale brauchen Legehennen außerdem Calcium. Beides stellst du in einem eigenen Gefäß zur freien Aufnahme bereit, etwa mit Landei Geflügel Kräuter Mineral (Grit). Mehr dazu liest du im Beitrag Grit für Hühner.
4. Wasser
Ein Huhn trinkt rund einen Viertelliter am Tag, an heißen Tagen deutlich mehr. Das Wasser sollte täglich frisch sein und die Tränke sauber. Ohne Wasser fressen Hühner schnell weniger und legen schlechter.
Wie viel Futter braucht ein Huhn?
Als Richtwert gelten bei unserem Landei-Futter 60 g pro Tag für Zwerghühner, 80 g für normale Rassen und 100 g für Hybriden. Der tatsächliche Bedarf hängt von Rasse, Jahreszeit und Auslauf ab. Die Details findest du im Beitrag Wie viel Futter braucht ein Huhn pro Tag?.
Snacks: gern, aber in Maßen
Leckerlis machen Hühner zutraulich und sorgen für Beschäftigung. Beliebt sind getrocknete Mehlwürmer oder gepuffter Dinkel wie unser PopKorn. Snacks gehören zur Tagesration dazu und sollten nur einen kleinen Teil davon ausmachen, damit die Hühner ihr Hauptfutter weiter fressen.
Was nicht in den Futtertrog gehört
Verschimmeltes, stark Gesalzenes und Gewürztes, Avocado, rohe Bohnen und grüne Kartoffelteile sind für Hühner ungeeignet. Speisereste aus der Küche dürfen in der EU auch in der Hobbyhaltung nicht verfüttert werden. Eine ausführliche Liste findest du unter Was dürfen Hühner nicht fressen?.
Fazit
Ein gutes Alleinfutter als Basis, dazu Grünfutter, Grit und frisches Wasser – mehr braucht es im Alltag nicht. Alles Weitere sind Ergänzungen für besondere Phasen wie Mauser, Winter oder Kükenaufzucht. Wenn du neu startest, findest du im Hühner Starter Bundle Futter, Einstreu und Zubehör in einem Paket. Bei Fragen hilft dir unsere kostenlose Futterberatung.
Häufige Fragen
Reichen Körner allein als Hühnerfutter?
Reines Getreide liefert vor allem Energie, aber zu wenig Eiweiß und Calcium für Legehennen. Ein Alleinfutter gleicht das aus.
Wie oft am Tag füttert man Hühner?
Die meisten Halter füttern morgens, manche zusätzlich am späten Nachmittag. Wichtig ist, dass die Hühner tagsüber Zugang zu Futter und Wasser haben.
Brauchen Hühner im Auslauf überhaupt Futter?
Ja. Der Auslauf ergänzt die Fütterung, ersetzt sie aber in den meisten Gärten nicht.


